Privaten Investoren, die ihr Geld anlegen möchten, stehen verschiedene Anlagealternativen zur Verfügung. Aktuell erfreuen sich vor allem Tagesgeld, FestgeldGold und Fonds hoher Beliebtheit bei Anlegern.

Geldanlagen in der Gegenüberstellung:

Im Vergleich bieten die Geldanlagen jeweils spezifische Vor- und Nachteile. Als Entscheidungskriterien bei der Auswahl der Investitionsmöglichkeit, werden meist die mögliche Rendite, Flexibilität und Sicherheit herangezogen.

Tagesgeld – Hohe Zinsen und tägliche Verfügbarkeit

Tagesgeld als GeldanlagemöglichkeitWer unentschlossen ist, wie er langfristig sein Geld anlegen möchte, findet mit Tagesgeld eine interessante Alternative. Denn über Tagesgeldguthaben kann jederzeit unbegrenzt verfügt werden, ohne Einbußen bei den Zinserträgen hinnehmen zu müssen. Bei vielen Präsenz- und Online-Banken können Tagesgeldkonten eröffnet werden. Einige Anbieter werben um Anleger, indem sie nicht nur attraktive Zinsen, sondern auch Prämien dafür bieten, dass Geld bei ihnen investiert wird.

Doch die Banken haben das Recht, jederzeit die Höhe des Zinssatzes für Tagesgeld zu ändern. Deswegen sollte jeder Anleger sich in regelmäßigen Abständen darüber informieren, wie hoch der aktuelle Tagesgeldzins bei seinem Kreditinstitut ist. Vor einer Entscheidung für eine bestimmte Bank sollte geprüft werden, ob die Spareinlagen in ausreichendem Maße durch den Einlagensicherungsfonds des Verbandes Deutscher Banken geschützt sind.

Vorteile
  • Relativ Hohe Zinsen
  • Tägliche Verfügbarkeit
  • Viele Anbieter
  • Neukundenaktionen
Nachteile
  • Kurze Zinsgarantien
  • Für den langfristigen Aufbau des Vermögens wenig geeignet

Festgeld – Garantierte Zinserträge und feste Bindung

Geld anlagen in FestgeldAuf einem Festgeldkonto wird ein Geldbetrag für eine bestimmte Zeit zu einem festen Zinssatz angelegt. Im Vergleich zur Investition in Tagesgeld besteht somit keine Unsicherheit hinsichtlich der Höhe der Zinsen. Allerdings kann über das Guthaben auch erst nach Ablauf der Bindungsfrist wieder verfügt werden. Festgeld wird in der Regel über Perioden von einem bis zu drei Jahren angelegt.

Auch hier finden sich zahlreiche Online Banken unter den Anbietern. Sowohl für Tagesgeld als auch für Festgeld gilt, dass stets auf die Sicherung der Guthaben im Falle einer Insolvenz geachtet werden muss.

Vorteile
  • Garantierte Zinshöhe
  • Fixe Erträge
  • Viele Anbieter
Nachteile
  • Niedrige Zinssätze
  • Keine kurzfristige Verfügbarkeit

Sparkonto – Viel Sicherheit, wenig Rendite

Sparkonten und SparbücherSparkonten, bzw. Sparbücher, gehörten früher zu den beliebtesten Geldanlagemöglichkeiten. Mittlerweile sind Tages- und Festgeldkonten weiter verbreitet. Dies liegt vor allem an der oft sehr geringen Verzinsung der Sparkonten/Sparbücher.

Vorteilhaft ist vor allem die Sicherheit dieser Geldanlage. Bedingt ist dies durch die Tatsache, dass die sparbuchführende Bank für die Geldanlagen in diesem Bereich haftet.

Vorteile
  • Flexibilität
  • Sicherheit der Einlagen
  • Viele Anbieter
Nachteile
  • Geringe Zinsen

Gold – Traditionelle Geldanlage mit Wertschwankungen

Gold als GeldanlageGold zählt bereits seit dem Altertum zu den wichtigsten und gefragtesten Rohstoffen. Der Zugang zu Gold hat sich seitdem um einiges vereinfacht. Beliebt sind mittlerweile Goldmünzen und -barren, die bei vielen Anbietern erworben werden können.

Der Goldmarkt gehört allerdings zu den volatilsten. Mögliche Wertschwankungen sollten daher vor dem Erwerb von Gold einkalkuliert werden.

Vorteile
  • Beständigkeit im Wert
  • Lange Tradition als Geldanlage
Nachteile
  • Hohe Marktvolatilität

Offene Fonds – Mehr Chancen, mehr Risiken

In Offene Fonds investierenBei der Anlage in Fonds können grundsätzlich höhere Renditen erwirtschaftet werden, jedoch sollte der Anleger dabei berücksichtigen dass die Chance auf hohe Renditen auch mit bestimmten Risiken einhergeht. Banken und große Investmentgesellschaften bieten offene Fonds für verschiedene Anlageformen an. Sehr populär sind Aktienfonds, dabei können sie entweder bestimmte Schwerpunkte auf Branchen oder Länder setzen, oder auch als sogenannte Indexfonds, die Aktienindizes wie den Dax oder den Dow Jones nachbilden. Auch Fonds, die in Renten oder Geldmarktanlagen investieren, sind weit verbreitet, ebenso wie Dachfonds, in denen Anteile an verschiedenen Fonds zusammengestellt werden.

Grundsätzlich wird bei Fonds zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds unterschieden, bei letzteren werden die Dividenden ausschließlich zur Wiederanlage verwendet. Fondsanteile können über jede Hausbank erworben werden, viele Anleger entscheiden sich auch für die Führung eines Online Depots bei einem Online-Broker.

Vorteile
  • Hohe Renditechancen
  • Verschiedene Anlageschwerpunkte möglich
  • Leichte Zugänglichkeit
Nachteile
  • Risikopotential
  • Wenig Transparenz

Geschlossene Fonds – Schwer zugänglich und unflexibel

Geschlossene Fonds als GeldanlageIm Gegensatz zu einem offenen Fonds sind bei einem geschlossenen Fonds sowohl die Investitionssumme als auch die Kapitalanteile (und damit die Zahl der möglichen Anleger) begrenzt. Insbesondere geschlossene Fonds für Windkraft- und Solaranlagen, Flugzeuge, Schiffe oder Immobilien sind bei deutschen Anlegern beliebt. Dabei wird das Anlageobjekt aus den Kapitalbeiträgen der Anleger und mit Hilfe von Krediten einer Großbank finanziert.

Die Anleger übernehmen dabei Kommanditanteile und werden zu Mitunternehmern, die steuerlich Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb erzielen. Während die Anteile an offenen Fonds an Wertpapierhandelsplätzen sofort verkauft werden können, ist dies bei geschlossenen Fonds nur in Ausnahmefällen möglich.

Vorteile
  • Verschiedene Anlageschwerpunkte möglich
Nachteile
  • Keine Flexibilität
  • Anlegerzahl begrenzt
  • Schwer zugänglich